Young China: Wie tickt die junge Generation Chinas?

Young China: Wie tickt die junge Generation Chinas?

~ 3 Min Lesezeit


»Eine Mauer, Heilkunde, zahlreiche Dynastien und die ehemalige Ein-Kind-Politik« – kamen mir zuerst als Stichwörter in den Sinn, wenn es darum ging das Reich der Mitte zu beschreiben. Auf jeden Fall sehr oberflĂ€chlich; auch wenn mir bei lĂ€ngeren ĂŒberlegen weitere Informationen einfielen, vorwiegend ĂŒber die Geschichte des Landes und dessen Politik, so musste ich mir eingestehen, dass ich bei weitem nicht so informiert war ĂŒber das bevölkerungsreichste Land der Welt, wie ich es mir gewĂŒnscht hĂ€tte. Zudem hatte ich das Meiste auf der Schulbank erlernt und das war nicht besonders umfangreich und auch schon ĂŒber 5 Jahre her. Interessanterweise wurde im Geschichtsunterricht ausgiebig auf die Eroberung Konstantinopels seitens der TĂŒrken im Jahr 1453, ĂŒber den DreißigjĂ€hrigen Krieg oder die Boston Tea Party eingegangen, allerdings fielen nur wenige Wörter ĂŒber einer der Ă€ltesten Zivilisationen der Weltgeschichte:

China

Zugegebenermaßen handelt es sich hierbei um bedeutsame historische Ereignisse, aber das möchte ich auch nicht bestreiten. Vielmehr ging es mir darum, mich ĂŒber die Heimat der Pandas weiterzubilden.

Quelle: Wikimedia

Auf der Suche nach Möglichkeiten diese BildungslĂŒcke zu schließen, bin ich dabei auf ein Buch von Zak Dychtwald gestoßen.

In seinem Buch fĂŒhrt Dychtwald den Leser in das moderne China mit all seinen Fassaden ein. Das Buch konzentriert sich dabei auf junge Chinesen, die in den 90er Jahren geboren wurden. In den Kapiteln werden verschiedene Aspekte des heutigen Chinas behandelt, wie zum Beispiel die Kultur, das Rangsystem der StĂ€dte, die Familienwerte, das Bildungssystem und die technologischen Fortschritte, die das Land erlebt hat.

Im Laufe des Buches werden verschiedene Personen vorgestellt, die der Autor auf seinen Reisen nach China, vor allem wĂ€hrend der Zeit als Auslandsstudent, getroffen hat. In Verbindung mit diesen persönlichen Geschichten werden sowohl allgemeine Erkenntnisse und Informationen als auch die Besonderheiten des Landes dargelegt. Dabei geht es unter anderem um den rasanten technologischen Wandel, der Fischerdörfer in MegastĂ€dte verwandelt hat, um junge Studenten, die den Großteil ihres Tages in Bibliotheken verbringen, um sich auf das Staatsexamen vorzubereiten und um das Mega-Konglomerat Alibaba, das den lukrativsten Tag des Jahres geschaffen hat, indem es einen Tag im Jahr den Singles in China gewidmet hat.

Fazit

Ohne zu viel zu verraten, möchte ich das Buch bewerten, da es Lesern helfen könnte, zu entscheiden, ob das Buch fĂŒr sie lesenswert ist. Das Buch deckt ein breites Spektrum von Aspekten des Landes und seiner Gesellschaft ab. Dies hat zur Folge, dass die Themen nicht so tiefgrĂŒndig behandelt werden und der Leser dementsprechend nur einen allgemeinen Überblick erhĂ€lt. Die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen werden im Vergleich zu den gesellschaftlichen Entwicklungen weniger fokussiert.

Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch empfehlen, da es eine interessante LektĂŒre bietet, die leicht zu verstehen ist und einen guten Ausgangspunkt darstellt, um mehr ĂŒber das Reich der Mitte zu erfahren.

Zu guter Letzt noch eine Begegnung, die im Buch beschrieben wird, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist und die die MentalitÀt der jungen Chinesen bestens beschreibt:

Beim Training mit einer Jogging-Gruppe trifft der Autor Zak Dychtwald auf den vierundzwanzigjĂ€hrigen Mann namens Guo Yu, der als IT-Experte arbeitet. Als der Autor ermĂŒdet und schwer zu atmen beginnt, kommt er ins GesprĂ€ch mit Guo Yu, der sich gerade auf einen Marathon vorbereitet und keine Anzeichen von MĂŒdigkeit zeigt. Dychtwald fragt ihn, ob er schon einmal einen Marathon gelaufen sei, woraufhin er antwortet, dass der letzte vor drei Tagen stattgefunden habe und derjenige, auf den er sich gerade vorbereite, nĂ€chste Woche sei. Zwei MarathonlĂ€ufe innerhalb von zwei Wochen. Auf die Frage, wie viele Marathons er bisher gelaufen ist, antwortet Yu mit sechs MarathonlĂ€ufen in fĂŒnf Monaten. Yu hatte zu diesem Zeitpunkt erst vor etwas mehr als einem Jahr mit dem Joggen begonnen.


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